Acryl Spachteltechnik mit ArtNight

Beliebte Motive, wie der ArtNight Löwe, aber auch Landschaften oder abstrakte Motive können mit der Spachteltechnik gemalt werden. Mit dem Spachtel erzielt man tolle Farbeffekte, die mit dem Pinsel unmöglich wären. 


Eine Spachtel ist ein einfaches, kostensparendes Werkzeug, das immer wieder verwendet werden kann, um die verschiedensten Strukturen und Farbaufträge zu erschaffen. Je nach Haltung der Spachtel und Druck kann man den Farbauf- oder -abtrag in seiner Stärke und Form beeinflussen.


Wofür setze ich die Acryl Spachteltechnik ein?

Die Spachteltechnik wird meist genutzt, um den Farbauftrag etwas interessanter zu gestalten, als nur gepinselt. Mithilfe der Spachtel kann man Farbe sowohl dick, als auch dünn auftragen und mit ein bisschen Geschick sogar wieder abtragen.
Das Paradebeispiel für die Spachteltechnik ist natürlich unser ArtNight-Löwe. Ihm verpassen wir mithilfe unseres Spachtels eine interessante und wilde Mähne voller Farbe und Struktur.

Während es bei unserem Löwen ja vor allem darum geht, mithilfe der Spachteltechnik bestimmte Teile des Motivs in den Vordergrund zu bringen, gibt es auch Motive, die sich ausschließlich dieser tollen Technik widmen. Besonders im Abstrakten findet die Spachteltechnik ihre große Erfüllung.
Beim “Neon Abstrakt - Arbeiten mit dem Spachtel” oder auch dem “Abstrakten Arbeiten mit dem Spachtel” geht es den ganzen Abend darum, die Spachteltechnik zu erforschen, sich auszuprobieren und tolle, ausdrucksstarke und vor allem wahrlich einzigartige Kunstwerke zu erschaffen. 


Während hier beim “Neon Abstrakt” eher dünne Farbschichten übereinander gezogen/gespachtelt wurden, sodass diese tollen “Tigerstreifen” entstehen, kann man unten beim “Abstrakten Arbeiten mit dem Spachtel” deutlich sehen, dass die Farbe hier viel dicker aufgetragen wurde. So entstehen in diesem Beispiel pastöse Farbschichten, die sich überlappen und teilweise überdecken.



Aber auch im Figürlichen kann die Spachteltechnik geschickt eingesetzt werden, um einen Kontrast zum zart gepinselten herzustellen und etwas Struktur ins Bild zu bringen, wie bei unserem Motiv “Balloon Girl”. Hier wurden die Farben tatsächlich zuerst auf die Leinwand getupft und dann direkt verstrichen.
Mehr zum Farbauftrag lernst du im nächsten Punkt.

Wie setze ich die Spachteltechnik ein?

Zunächst ist wichtig anzumerken, dass man die Spachteltechnik mit verschiedenen Utensilien durchführen kann:


Da gibt es einmal das Malmesser, das wahrscheinlich bekannteste Werkzeug für die Spachteltechnik. Malmesser gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Sie alle dienen unterschiedlichen Arten und Formen des Farbauftrags und die Auswahl scheint schier grenzenlos.
Tatsächlich kann man aber mit einem “Basis”-Malmesser (im Bild mittig) so gut wie alle Farbau- und -abträge durchführen. Man braucht nur ein bisschen Übung.

Es muss allerdings nicht immer das teure Malmesser sein. Eine einfache und handliche Alternative, mit der man ebenfalls tolle Effekte erzielen kann, ist die sogenannte Spachtelkarte. Auch Spachtelkarten kommen in verschiedenen Formen und Größen und werden häufig in der Inneneinrichtung (beim Verputzen von Wänden) genutzt - auch in der Kunst finden sie allerdings ihre Anwendung, da sie besonders für Laien etwas einfacher zu benutzen sind als das Malmesser.

Kostengünstige Alternativen für Zuhause, wären ein festes Stück Pappe oder noch besser: eine alte, nicht mehr benutzte EC- oder Mitgliedskarte aus Plastik. Diese haben, wie die eigentlichen Spachtelkarten, den Vorteil, dass man sie abwaschen/-wischen und immer wieder verwenden kann.

In unseren ArtNights verwenden wir die Spachtelkarten. Mit diesen sind verschiedene Farbaufträge möglich.

Hält man die Spachtelkarte eher flach gegen die Leinwand, so trägt man die Farbe sehr dick auf bzw. zieht sie in dicken, pastosen Streifen über die Leinwand.
Hält man die Spachtelkarte steil (also in einem fast-90° Winkel zur Leinwand) so kann Farbe entweder in dünnen Schichten aufgetragen oder sogar (je nach Druck) abgekratzt werden.

Auch, wie man die Farbe aufträgt, kann variiert werden. Die Farbe kann entweder zuerst auf die Spachtelkarte und ihre Kanten aufgetragen und diese dann auf die Leinwand gesetzt werden, oder man trägt die Farbe in dicken Tupfen auf die Leinwand auf, welche dann mithilfe der Spachtelkarte beliebig verstrichen werden können.
Trägt man Farbe nur direkt auf die Außenkante/n der Karte auf, so kann diese sogar als Stempel benutzt werden (dies kommt zum Beispiel bei der “Bunten Katze” für die Schnurrhaare zum Einsatz). Es entstehen so dünne und meist feine Linien.