Nass-in-Nass-Technik mit ArtNight erlernen

Eine Einführung in die Nass-und-Nass-Technik

Der Name “Nass-in-Nass” kann hier schnell irreführend wirken. Es geht keinesfalls darum, die Farbe so wässrig wie möglich anzurühren oder zu verdünnen.

Vielleicht wäre in diesem Fall das Wort “feucht” eher angebracht. Bei dieser Technik geht es nämlich darum, durch schnelles Arbeiten die gerade aufgetragene, noch feuchte Farbe, direkt weiterzuverarbeiten oder mit einer anderen Farbschicht zu verstreichen.

Mit der Nass-in-Nass-Technik lassen sich organische, weiche Farbübergänge erstellen. Dabei kann die Farbe sowohl sahneartig als auch milchartig verdünnt sein, es geht wirklich nur darum, “frische” Farben miteinander arbeiten zu lassen, nicht um den Verdünnungsgrad der genutzten Farbe.

Nass-in-Nass wird meistens in einer streichenden Pinselbewegung eingesetzt, ist allerdings auch tupfend einsetzbar (oder, wer es etwas schwieriger mag, auch spachtelnd, siehe oben).

Wofür setze ich die Nass-in-Nass-Technik ein?

In vielen ArtNight-Motiven wird die Nass-in-Nass-Technik eingesetzt, um weiche, organische Farbübergänge zu erschaffen.

Die Nass-in-Nass-Technik kann in verschiedenen Optiken auftreten, da sie ja vom Verdünnungsgrad der Farbe relativ unabhängig ist.

Z.B. wird bei unserem Motiv “Galaxy Katze” die Nass-in-Nass-Technik so angewandt, dass die milchartig verdünnte Akzentfarbe (Cyan bzw. Magenta) mit weniger verdünntem Schwarz ineinandergestrichen wird, um den Galaxy-Effekt zu erstellen.


Ein ganz anders anmutendes Beispiel ist die “Frau mit rotem Schirm”:
hier wurde die Nass-in-Nass-Technik im Pfad, mit sahneartig verdünntem Weiß und Schwarz, eingesetzt. Diese zwei Farben wurden feucht ineinandergestrichen, um weiche Übergänge (pfützenartige Matsch-Optik) zu erschaffen. Dieser Effekt wäre mit trocken übereinander gestrichenen Farben nicht so einfach möglich.


Ein drittes Beispiel für die Nass-in-Nass-Technik ist der “Abstrakte Körper”.
Hier wurden die Farben zügig nacheinander (und neben/-übereinander) aufgetragen, und teilweise ineinandergestrichen. So entsteht ein organischer, fast “skizzenhafter” Look.


Du siehst also, die Nass-in-Nass-Technik kann in verschiedenen Kunstwerken ganz unterschiedlich aussehen und wirken.

Wie setze ich die Nass-in-Nass-Technik ein?

Am wichtigsten bei der Nass-in-Nass-Technik sind vor allem 3 Dinge: 


  • feuchte, “frische” Farbe (egal in welchem Mischverhältnis)

  • feuchter Pinsel (egal ob Flach- oder Rundpinsel)

  • zügiges Arbeiten