Pablo Picasso - ein Leben für die Kunst

Der Spanier Pablo Picasso war nicht nur einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts, sondern auch sehr produktiv. Er schuf mehr als 50000 Gemälde, Collagen, Keramiken, Plastiken und Grafiken. Zwei bedeutende Picasso Bilder sind Les Demoiselles d'Avignon und Guernica. Pablo Picasso hatte Kinder von zwei verschiedenen Frauen und insgesamt acht Beziehungen.

Geburt, Studium, Blaue und Rosa Periode

Pablo Picasso kam am 25. Oktober 1881 in Málaga als Sohn eines Kunstlehrers zur Welt. Sein Vater leitete ihn zu seinem ersten Ölgemälde an, das er bereits mit sieben Jahren malte. 1895 siedelte die Familie nach Barcelona über, wo der an der Kunstakademie "La Llotja" studierte. Er schaffte die Aufnahmeprüfung innerhalb kurzer Zeit und übersprang sogar zwei Klassen. Danach studierte er kurze Zeit in Madrid, kehrte aber schon bald nach Barcelona zurück. Dort verkehrte er mit mehreren avantgardistischen Künstlern im Künstlerzentrum Els Quatre Gats, wo seine erste Ausstellung stattfand, die jedoch nur mäßig erfolgreich war. 1900 besuchte er die Weltausstellung in Paris und lernte dort die Werke von Paul Cézanne, Edgar Degas und Pierre Bonnard kennen.


Ab 1901 war Picasso wieder in Madrid und illustrierte eine Kunstzeitschrift, die aber bald eingestellt wurde. In den folgenden Jahren lebte er immer wieder in Paris.

1901 begann mit dem Bild Evokation - Das Begräbnis Casagemas bei Picasso die Blaue Periode. Casagema war ein Freund Picassos, der aus unglücklicher Liebe Selbstmord beging. Die Pablo Picasso Bilder aus jener Zeit waren in einem Blauton gehalten, daher nennt man diesen Malstil von Picasso Blaue Periode. Während dieser Zeit malte er zwar viele Bilder, verdiente aber wenig Geld. Seine Situation änderte sich erst, als der Kunstsammler Leo Stein und seine Schwester Gertrude mehrere Picasso Werke kauften. Die Geschwister luden häufig Künstler zu sich ein. Dort lernte Picasso 1906 Henri Matisse kennen.


Ab 1905 waren die Picasso Werke nicht mehr bläulich, sondern rosa, deshalb gehören diese Picasso Portraits und Zeichnungen zur Rosa Periode. Zu den berühmtesten Pablo Picasso Bilder aus jener Zeit gehört das 1907 beendete Gemälde Les Demoiselles d'Avignon. Dieses Bild stieß aufgrund des freizügigen Inhalts zunächst auf Ablehnung.

Picasso und der Kubismus

in Paris lernte Picasso den Maler Georges Braque kennen. Beide Künstler bildeten eine Arbeitsgemeinschaft, zu der später der spanische Maler Juan Gris stieß. Der Kunstkritiker Louis Vauxcelles wandte den Begriff Kubismus zum ersten Mal auf ein Bild von Braque an.

Die kubistischen Bilder von Picasso waren nicht nur in Paris beliebt, sondern wurden ab 1910 auch in mehreren Ausstellungen in Deutschland, London und New York gezeigt. Viele Kritiker akzeptierten den Kubismus noch nicht, was sich in den damaligen Kunstbewertungen niederschlug.


Der Erste Weltkrieg und die Zeit danach

Die Künstlergemeinschaft um Picasso und Braque zerbrach mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die französischen Künstler wurden eingezogen, Picasso blieb als Spanier allein in Paris zurück. 1916 wurde sein Bild Les Demoiselles d'Avignon zum ersten Mal öffentlich gezeigt.


1917 war im pariser Théâtre du Châtelet das Ballett "Parade" zu sehen, Picasso entwarf die Bühnenbilder, den Vorhang und die Kostüme. Während das Stück beim Publikum durchfiel, bewunderten Picassos Freunde das Zusammenwirken von Musik und Kunst.


Ab 1914 entfernte sich Picasso vom Kubismus. Bis etwa 1924 zeigten die Picasso Bilder ein Nebeneinander verschiedener Stile. Es gab klassizistische Werke wie Drei Frauen am Brunnen oder Bilder wie Drei Musikanten, die nach dem Stil des synthetischen Kubismus angefertigt wurden.

Picasso und der Surrealismus

Schon die ersten Picasso Gemälde zeigen einen Anflug von Surrealismus. Ab 1920 wurden die Einflüsse stärker und die Bilder ab 1927 können als surrealistisch bezeichnet werden. Später benutzte Picasso auch Tiere oder einen Minotaurus als Motive.


Zu den minimalistischen Picasso Portraits gehört die Frau mit Blume von 1932. Das Bild zeigt Marie-Thérèse Walter, die später seine Geliebte wurde. Auf dem Picasso Gemälde "Interieur mit zeichnendem Mädchen" ist ebenfalls Walter abgebildet.

Spanischer Bürgerkrieg und Zweiter Weltkrieg

Der Spanische Bürgerkrieg übte einen starken Einfluss auf den Künstler aus und inspirierte ihn zu seinem berühmten Werk Guernica. Picasso zeichnete das Gemälde in seinem Pariser Atelier und stellte es ab Juli 1937 im spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung aus. Picasso unterstützte die spanische Regierung gegen den späteren Diktator Franco. Diese Haltung brachte ihm mit Beginn des Zweiten Weltkriegs ein Ausstellungsverbot durch die NSDAP ein. Picasso Zeichnungen und Gemälde durften auch nicht gezeigt werden, weil die Nationalsozialisten Picassos minimalistische Kunst nicht akzeptierten. Der Künstler blieb während der gesamten Besatzungszeit bis zur Befreiung in Paris. Allerdings zeigte das Museum of Modern Art von 1939 bis 1940 eine Ausstellung mit Picasso Zeichnungen und Gemälden, die ihn auch in den USA bekannt machten.

Die letzten Jahre

Während des Zweiten Weltkriegs lebte Picasso weitgehend isoliert in Paris. Nach der Befreiung besuchte er häufig Henri Matisse, der einen starken Einfluss auf die Picasso Bilder seiner späten Jahre ausübte. Zwar war Picasso Mitglied der Kommunistischen Partei, blieb jedoch in seinen Werken unabhängig. Es entstanden Bilder wie Massaker in Korea, das den Amerikanern nicht gefiel und ein Portrait von Stalin, welches die Staatsführung der Sowjetunion ablehnte, denn dort galt seine Malweise als dekadent. Sein Engagement für den Weltfrieden zeigte sich im Plakat für den Weltfriedenskongress 1949 in Paris. Picassos Darstellung einer Taube ist seitdem ein Friedenssymbol.

Als Picasso immer berühmter wurde, kaufte er sich ein Schloss in der Nähe von Aix-en-Provence, um den neugierigen Blicken seiner Fans zu entgehen.

Die letzten Jahre verbrachte er mit seiner zweiten Ehefrau Jacqueline Roque in Mougins in der Nähe von Cannes. Am 8. April 1973 starb Picasso vermutlich an einer Lungenembolie.

Pablo Picasso - seine Frauen und Kinder

Über Pablo Picasso und seine Frauen wurde viel geschrieben. Der Maler hatte im Laufe seines Lebens mindestens acht Beziehungen zu Frauen, von denen er zwei heiratete. Fernande Oliver lernte er 1904 kennen, sie war seine Muse bis 1912. 1911 machte Pablo die Bekanntschaft mit Eva Gouel, die dann seine Lebensgefährtin wurde, bis sie 1915 an Tuberkulose starb. Olga Chochlowa heiratete der Künstler 1918 und trennte sich 1937 von ihr. Mit ihr hatte er einen Sohn, Paulo. Bereits zehn Jahre zuvor lernte er Marie-Thérèse Walter kennen, die ihm 1935 seine Tochter María de la Concepción gebar, die meist nur Maya genannt wurde. Er blieb dennoch mit Olga bis zu deren Tod 1955 verheiratet. Die nächsten Frauen auf seinem Lebensweg waren von 1936 bis 1943 die Fotografin Dora Maar und von 1943 bis 1853 Françoise Gilot, die Mutter seine Kinder Paloma und Claude. Am 2. März 1961 heiratete Picasso Jacqueline Rouque und blieb mit ihr bis an sein Lebensende verheiratet. Pablo Picasso hatte Kinder, die selbst Künstler wurden, wie seine Tochter Paloma, eine bedeutende Designerin.

Pablo Picassos Malstil

Häufig zeichnete Pablo Picasso Tiere, so zum Beispiel in seinem berühmtesten Gemälde Guernica. Das Werk ist geprägt von monochromatischen Tönen und klaren Konturen. Im Kubismus experimentierte er mit verschiedenen Materialien, die er in seine Bilder einbaute. Seine Werke orientieren sich zwar immer an der Wirklichkeit, verfremdet diese jedoch, sodass sie dem Betrachter neue Blickwinkel eröffnen.

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