Leben und Werk von Vincent van Gogh

Vincent van Gogh gehört zu den bedeutendsten Malern des 19. Jahrhunderts. Noch heute sind seine Bilder weltberühmt und finden sich als Kunstdrucke in vielen Privatwohnungen. Dieser Artikel beleuchtet den Menschen und die Van Gogh Bilder.

Vincent Van Gogh - Kindheit und Jugend

Vincent van Gogh nur auf sein Ohr zu reduzieren, würde dem berühmten Maler nicht gerecht. Sein Leben war facettenreich und es lohnt sich, seinen Werdegang und Wirken näher zu betrachten.

Vincent kam am 20. März 1853 in dem kleinen Städtchen Groot-Zundert im Süden der Niederlande zur Welt. Er bekam von seinen Eltern den Namen seines Bruders, der ein Jahr zuvor kurz nach der Geburt starb. Viele Autoren sind der Meinung, dass Vincent jahrelang darunter litt, dass er nur der Ersatz seines toten Bruders war. In den nächsten Jahren wurden noch fünf weitere Geschwister geboren, von denen sein Bruder Theo für seinen weiteren Lebensweg eine entscheidende Rolle spielte. Das erste van Gogh Gemälde entstand vermutlich Mitte der 60er Jahre, als er in der Schule Zeichenunterricht hatte.


Der naturliebende van Gogh arbeitete ab 1869 in der Kunsthandlung Goupil in Den Haag, wo er sich gründlich mit verschiedenen Stilrichtungen beschäftigen konnte. Später arbeitete dort auch sein Bruder Theo. Nach seiner Entlassung war er in mehreren Berufen tätig. Ab den 80er Jahren begann er viel zu zeichnen und wollte als Maler arbeiten.


Van Goghs Zeit als Maler

Von seinen ersten künstlerischen Versuchen bis zum berühmten van Gogh Selbstportrait war es ein weiter Weg. Sein Bruder Theo arbeitete nach wie vor in der Kunsthandlung. Er zahlte für Vincent die Rechnungen und bekam von diesem die van Gogh Bilder, die er dann weiterverkaufte.


Vincent lebte mehrere Jahre mit seinem Bruder zusammen, wollte sich als Maler weiterentwickeln und schrieb sich an der Kunstakademie in Brüssel ein, kehrte aber bald zu seinen Eltern zurück.

Während dieser Zeit verliebte er sich in seine Cousine, die ihn allerdings zurückwies.


Das Verhältnis zu seiner Familie verschlechterte sich, sodass er 1881 nach Den Haag zog, dort bekam er Unterricht bei dem bedeutenden Maler Anton Mauve, mit dem er sich später überwarf. 1882 verliebte sich Vincent in eine ehemalige Prostituierte namens Sien Hoornik, was die Konflikte in der Familie verstärkte. Es gibt mehrere Vincent van Gogh Kunstwerke, welche seine Geliebte zeigen.

Später trennte sich van Gogh von der Frau und zog nach Antwerpen und bald darauf erneut zu seinem Bruder nach Paris. Dort blieb er mehrere Jahre und es entstand das eine oder andere van Gogh Portrait.

Vincent van Gogh - die Zeit in Arles und die letzten Jahre

Wer an berühmte van Gogh Bilder denkt, dem fällt unwillkürlich die südfranzösische Stadt Arles ein, in der sich Vincent sechzehn Monate aufhielt. Ursprünglich wollte Vincent van Gogh Kunstwerke in Marseille malen, doch gefiel es ihm in Arles so gut, dass er dort blieb. Während der Monate in Arles entstanden nicht weniger als 187 Gemälde, vor allem Naturbilder, aber auch das eine oder andere van Gogh Portrait von Menschen und von ihm selbst.


Van Gogh plante in Arles eine "Galerie des Südens" zu gründen, in der er mit mehreren Künstlern leben und arbeiten wollte. Einzig Paul Gaguin sagte zu, doch die Zusammenarbeit war nicht immer konfliktfrei. Während der Zeit in Arles entstand auch ein berühmtes van Gogh Selbstportrait. Gaguin wollte bald nach Paris und von dort in die Tropen reisen und sein Bruder hatte den Plan, den Eltern seine Verlobte in Holland vorzustellen. Dieser bevorstehende doppelte Verlust stürzte van Gogh in Verzweiflung, die schließlich Anfang Januar 1889 in dem berühmten Vorfall gipfelte, indem sich van Gogh sein Ohr abschnitt. Wie es genau dazu kam, ist nicht bekannt. Vermutlich ging ein Streit mit Gaguin voraus. Es gibt sogar ein van Gogh Gemälde, das ihn mit verbundenem Ohr zeigt.


Ab dem 8. Mai 1889 war van Gogh in der privaten Nervenheilanstalt Saint-Rémy untergebracht. Dort durfte er sogar malen und es entstanden weitere van Gogh Bilder. Später kam es zu mehreren Krisen, eine davon wurde durch die Schwangerschaft seiner Schwägerin, Theos Frau, ausgelöst. Im Frühjahr 1890 verließ er die Anstalt und lebte die letzten Monate in Auvers-sur-Oise, rund 30 Kilometer von Paris entfernt. Dort malte er innerhalb von 70 Tagen 140 Kunstwerke. Am 27. Juli 1890 schoss sich van Gogh selbst in die Brust und starb nach langem Todeskampf am 29. Juli. Ob es sich um Selbstmord oder um einen Unfall handelte, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Van Goghs Maltechnik

Die Vincent van Gogh Bilder weisen einen besonderen Malstil auf, durch den sie sich von anderen deutlich unterscheiden. Der typische Stil, in dem das Vincent van Gogh Selbstportrait und viele andere Kunstwerke entstanden, entwickelte der Künstler in Paris theoretisch und verwendete diesen ab seiner Zeit in Arles. Er malte sehr schnell und fast immer vor dem Objekt. Die Farben verwendete er dabei unverdünnt, manchmal sogar direkt aus der Tube. Durch die feste Konsistenz wurden die Pinselstriche auf dem Gemälde sichtbar. Er setzte die Farben in kleinen Strichen nebeneinander. In Saint-Rémy ging er noch einen Schritt weiter und ordnete die Farben in Wellenlinien, Spiralen und Kreisen an. Besonders deutlich wird das am van Gogh Gemälde Sternenhimmel.

Malen wie Vincent van Gogh

Vincent van Gogh gehört zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart, dessen Gemälde durch die besondere Maltechnik unverwechselbar sind. Van Gogh begann seine Laufbahn, indem er die Werke anderer Meister zunächst kopierte und daraus eine eigene Kunstrichtung entwickelte. In den Kunstkursen von ArtNight lernst du, diesen Stil nachzuahmen. Dabei entstehen nicht einfach Abbildungen der van Gogh Bilder, sondern einzigartige Kunstwerke in deinem ganz eigenen Stil