Paul Gauguin - ein Mitbegründer der modernen Malerei

sich ausruhende Tahitianische Frauen

Der Künstler, der als einer der wichtigsten Mitbegründer der modernen Malerei und des Postimpressionismus gilt, wurde am 07. Juni 1878 in Paris / Frankreich geboren. In seinen 55 Lebensjahren reiste er durch die Welt und lebte an den unterschiedlichsten Orten. Als kleiner Junge lebte er mit seinen Eltern in Lima. Nachdem sein Vater, ein berühmter nach Lima ausgewanderter Journalist verstarb, kehrte die Familie nach Frankreich zurück. Er besuchte ein privates Internat, fuhr zur See und entdeckte seine Liebe zu Südamerika. Dass er einmal ein Künstler werden und dass Gauguin Bilder malen würde, war dem jungen Franzosen damals selbst noch nicht klar.

Das Leben und die Anfänge von Gauguin

Im Jahr 1870 begann der heute weltberühmte Künstler einen ganz konventionellen Job in einem Geldinstitut und verdiente seinen Lebensunterhalt im Bankgeschäft. Parallel zu seinem Broterwerb begann er selbst zu malen und sich für den Impressionismus zu begeistern. Im Jahr 1874 lernte er Camille Pissarro kennen, mit der er bis zum Kennenlernen seiner späteren Ehefrau Mette-Sophie Gad, einer Dänin, die Sommermonate verbrachte. Als er sich im Jahr 1883 endgültig für ein Leben als Künstler entschied, gab er die Anstellung in der Finanzbranche auf und war fortan nur noch künstlerisch tätig.

 

Die folgenden Jahre legten den Grundstein für alle Bilder, die der Künstler im Laufe seines Lebens malte. Er reiste 1887 mit einem befreundeten Maler nach Panama und weiter nach Martinique. In den Herbstmonaten kehrte er nach Frankreich zurück, wo Gauguin Van Gogh besuchte und kurze Zeit später ins "Gelbe Haus" Van Goghs in Arles einzog. Als Van Gogh psychisch zusammenbrach, verließ Paul Gauguin das bis dahin gemeinsam bewohnte Haus und kehrte nach Paris zurück.

Selbstporträt Gaugin
Gauguin Stillleben mit Obst

Fortan bewegte er sich hauptsächlich in den Kreisen von Literaten, die seine Werke ebenfalls beeinflussten und die im porträt von Paul Gauguin eine wichtige Rolle einnehmen. Zwischenzeitlich hielt sich der Künstler immer wieder in der Bretagne auf, bis er irgendwann, angewidert vom europäischen Kunstbetrieb, im Jahr 1891 nach Tahiti reiste. Für Gauguin war Tahiti ein unverfälschter und purer Lebensraum, in dem er seiner Kreativität freien Lauf lassen und er selbst sein konnte. Er lebte an verschiedenen Orten, bis er sich letztendlich für die nächsten 2 Jahre im Süden niederlies und mit den Einheimischen lebte - und dort malte. Krank und arm kehrte er im Jahr 1893 nach Paris zurück. Die ersten Präsentationen der Paul Gauguin Werke aus Tahiti erzielten zwar finanziell keinen Erfolg, brachten dem Künstler aber einige Aufmerksamkeit ein.

 

Nun lernte er Anna, seine vorübergehende Geliebte kennen und pflegte mit ihr in den französischen Ateliers ein exzessives Leben. Doch die Sehnsucht nach Tahiti holte ihn erneut ein und so kam es, dass er Frankreich im Jahr 1895 für immer verließ. Neue Paul Gauguin Bilder gab es in den nächsten Jahren nicht. Von den Symptomen verschiedener Krankheiten gezeichnet, konnte er nicht malen und beschloss, mit "Noa, Noa" seine Erzählung zu veröffentlichen. Gauguin hat auf Tahiti einen Selbstmordversuch unternommen, der seinem Leiden ein Ende bereiten und der ihm Frieden schenken sollte. Als das misslang, reiste er 1901 zu den Marquesa Inseln, wo er zwei Jahre später eines natürlichen Todes verstarb.

Paul Gauguin Bilder - sein berühmtestes Werk

Es gibt einige Paul Gauguin Werke, die nach seinem Tod eine hohe Bekanntheit erreichten und in den weltweiten Ausstellungen zu finden waren. Hauptsächlich hat Gauguin die Landschaft gemalt und dafür zu ornamentalen Formen sowie zu leuchtstarken Farben gegriffen. Doch alle Paul Gauguin Kunstwerke werden von einem im Jahr 1888 gemalten Bild überschattet. Die "Vision nach der Predigt - Jakobs Kampf mit dem Engel" ist das berühmteste aller Gauguin Bilder.

Paul Gauguin: Kunstwerke im Postimpressionismus

Im Verlauf seiner künstlerischen Karriere haben sich Gauguins Werke gewandelt. Während die frühen Bilder des Künstlers hauptsächlich impressionistische Einflüsse aufwiesen, änderte Paul Gauguin seinen Stil nach der Trennung von Camille Pissarro deutlich. Die Volkskunst und japanische Holzschnitzereien beeinflussten ihn immer mehr und sorgten für völlig neue Linien, neue Formen und die gefestigte Flächengliederung mit ornamentaler Wirkung. Intensive Farben, die rhythmische Pinselführung und der beinahe vollständige Verzicht auf perspektivische Darstellungen sollten den Stil aller Gauguin Bilder fortan prägen.

Landschaftsbilder und porträts - die Vielseitigkeit Paul Gauguins

In seiner künstlerischen Hochzeit hat Paul Gauguin Bilder gemalt, die unterschiedlicher nicht sein können. Es ist offensichtlich, dass sich der Künstler von seinem Umfeld beeinflussen ließ und den Stil annahm, der ihn in diesem Moment umgab. In seinen Zeiten auf Tahiti hat er sich hauptsächlich auf Landschaften konzentriert. Als er mit Van Gogh arbeitete und lebte, hat dessen Stil die Werke Gauguins sichtbar beeinflusst. In der kurzen aber intensiven Beziehung mit Camille Pissarro malte er porträts, die selbstdarstellend und selbstbewusst, ausdrucksstark und impressionistisch waren. Die Bilder aus seiner Epoche in der Südsee drücken Lebensfreude und Esprit aus. Sie sind vital, gleichzeitig aber ruhig und harmonisierend. Dass in der Brust von Paul Gauguin zwei Herzen schlugen, sieht man an seinen Kunstwerken, die so vielseitig und so unterschiedlich, so stimmungsgeladen und so variabel sind.

Gauguin Landschaftsbild mit grünen Wiesen und Kühen
Gauguin Bild Tahiti zwei Frauen

Gauguins Bilder: Gedanken und Gefühle eines weitgereisten Mannes

Ob Gauguin ein glücklicher Künstler war, weiß man nicht wirklich. Er hat schwere und er hat leichte Zeiten erlebt, hat sich durch Höhen und Tiefen gekämpft und musste mit Erfolgen und Misserfolgen umgehen. Sein gescheiterter Selbstmordversuch lässt darauf schließen, dass er schwer krank und / oder unglücklich mit seiner Lebenssituation war. Doch er hat uns mit seinen Bildern Erinnerungen an sein Leben und an seine Reisen, an seine Gefühle und an seine Gedanken hinterlassen. Auch wenn er mit der Erzählung "Noa, Noa" seinen ersten Erfolgsdurchbruch hat, ist der Künstler nicht durch das Schreiben, sondern durch sein Gemälde: "Vision nach der Predigt - Jakobs Kampf mit dem Engel" bekannt geworden.

 

Gauguins Bilder erhellen die Stimmung und machen gleichzeitig nachdenklich. Sie regen die Fantasie an, sind ein Farbenspiel der Gefühle und sprechen eine klare und deutliche Sprache. Jedes Motiv vermittelt eine Botschaft, die tief in die Seele dringt und die den Betrachter mit dem Künstler verbindet. Bei ArtNights gibt es Bilder des Künstlers aus allen Schaffensphasen - aus seiner Pariser Zeit und aus seiner besonderen Zeit auf Tahiti.


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