Alles, was du über Mixed Media wissen musst

Was genau bedeutet Mixed Media?

Der Name dieser Kunstform setzt sich aus den Begriffen „Mixed“ (vermischt) und „Media“ (Material oder auch Medium) zusammen und wird daher auch als Mixed-Media-Art bezeichnet. Das Besondere daran ist, dass man eine Vielzahl verschiedener Techniken und Materialen verwendet, um ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Bei Mixed Media nutzt du also künstlerische Medien, die auch für sich selber stehen könnten und kombinierst diese miteinander. Neben klassischen Farben können alle möglichen Materialien verwendet werden, zum Beispiel auch Fotos, Stoffe oder Zeitschriftenseiten. Aber auch eine Kombination zweier verschiedener Farbarten wie Acryl- und Ölmalerei ist bereits ein Mixed-Media-Kunstwerk.

Der Unterschied zwischen Mixed Media und Multimedia

Wichtig ist auch die Abgrenzung zwischen Mixed-Media-Kunst und multimedialer Kunst.

Erstere verwendet insbesondere traditionelle Techniken und Materialien. So kann man beispielsweise eine Leinwand, auf der ein Kunstwerk mit Ölfarben, Lack und Kohle erstellt wurde, als Mixed-Media-Arbeit bezeichnen. Bei multimedialer Kunst besteht darüber hinaus noch die Möglichkeit, nicht-visuelle Elemente wie Video, Ton, Literatur zu verwenden und diese in das Kunstwerk zu integrieren.

Ein Blick in die Geschichte der Mixed-Media-Kunst

Den Durchbruch als anerkannte Kunstform schaffte Mixed Media im 20. Jahrhundert, wobei die Vermischung verschiedener Materialien und Techniken weitaus älter ist. Leonardo da Vinci mischte Pastellkreiden mit anderen Farben und auch Kirchenbilder im 16. Jahrhundert wurden schon mit Elemente wie Blattgold verziert und so zu einer Art Mixed-Media-Kunst. Anfang des 20. Jahrhunderts brach der Kubismus mit jahrhundertealten Traditionen der Malerei. Dadurch wurde es möglich, ein Objekt gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven wiederzugeben. Was sich anfangs auf die Malerei beschränkte, weitete sich im Laufe der Jahre auch auf kubistische Skulpturen aus, die Kunstwerk aus neuen Perspektiven zeigte. Pablo Picasso gilt als einer der Begründer des Kubismus. Im Jahr 1912 erschuf Picasso seine erste, wirkliche Mixed-Media-Arbeit: Für das Werk „Stillleben mit Rohrstuhlgeflecht“ klebte er Papier und Wachstuch auf die Leinwand und kombinierte es mit Ölfarbe. 


Im Laufe der Zeit experimentierte Picasso viel mit Mixed-Media-Kunst und wendete verschiedene Mischtechniken auch auf dimensionale Skulpturen an. Sein „Absinthglas“ aus dem Jahr 1914 ist ein Stück, bestehend aus vielen unterschiedlichen Einzelteilen.​ Auch sein Werk „Die Liebenden" aus dem Jahr 1923 malte er mit Tinte, Aquarellfarben und Kohle auf Papier. 


Nachdem sich Mixed Media im Laufe des 20. Jahrhunderts etabliert hat, ist es heute eine eigenständige und alltägliche Kunstform für Künstler*innen verschiedener Stilrichtungen, die sich nicht auf die Möglichkeiten der Malerei oder Zeichnungen beschränken wollen. Sie experimentieren immer weider mit neuen Kombinationen, Designs und Techniken, um innovative und originelle Mixed-Media-Art zu erschaffen.

Eine Auswahl verschiedener Mixed-Media-Techniken

1. Bildhauerei

In der Bildhauerei werden Skulpturen oft unter Verwendung verschiedener Materialien wie  Holz, Draht, Glas, Metall etc. geschaffen. Sie kann daher als Mixed-Media-Art bezeichnet werden. Oftmals wählen Skulptur-Künstler*innen ein Grundmaterial und fügen dann weitere Farben oder Elemente hinzu, um die Skulptur interessant zu gestalten.

2. Nasse / trockene Medien

Das Vermischen von Zeichnungen und Malerei ist eine verbreite Mixed-Media-Technik. Beliebte Kombinationen sind die Vermischung von Kohlezeichnungen mit Ölfarben oder auch die Fusion von Öl- mit Wasserfarben, auch Resist-Technik genannt.

3. Collagen

Von einer Collage spricht man, wenn eine Unterlage aus z. B. Stein, Holz oder Papier mit anderen Materialen wie, Papier, Stoff oder Fotos usw. kombiniert wird. Eine Collage kann aus fast allen Materialien hergestellt werden und bietet grenzenlose Möglichkeiten. Die Ursprünge von Collagen findet man bereits viele Hunderte von Jahren zurück, bekannt wurde sie allerdings erst Anfang des 20. Jahrhunderts

4. Assemblage

Eine Assemblage ist einer Collage sehr ähnlich, enthält darüber hinaus aber 3-dimensionale Elemente. Von Eisenwaren, Metallteilen, Holz und Pappkartons bis hin zu Alltagsgegenständen wie Knöpfe, Perlen, Drähte und Spielzeug.  Eine Assemblage erzählt oftmals eine Geschichte und kann sowohl als Skulptur erschaffen werden, als auch wie ein Gemälde an eine Wand gehängt werden.

Welche Materialen eignen sich für Mixed-Media-Art?

Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach. Eigentlich alle, da es keine festen Regeln gibt. Du kannst alles verwenden, worauf du Lust hast und was sich gut für dich anfühlt. Wichtig dabei ist jedoch der Malgrund, den du nutzt. Mixed-Media-Kunst besteht meist aus mehreren Schichten, die der Malgrund aushalten sollte. Als Einstieg empfehlen wir dir Leinwände mit Keilrahmen oder spezielles Mixed-Media-Papier, welches in verschiedenen Größen und Formaten verfügbar ist. Je nachdem mit welchen Materialien du arbeitest, können aber auch Holz- oder Glasplatten ein geeigneter Untergrund sein. Achte aber immer darauf, dass der jeweilige Malgrund zu den verwendeten Materialien passt, da z. B. nicht jede Oberfläche die verwendeten Farben aufnehmen kann.

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