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Valentinstag: 6 Gründe, warum Zeit wertvoller ist als Kitsch.

Blumen, Schokolade oder doch das Parfüm? Man kann zum Valentinstag stehen, wie man will: Man kann ihn hassen, so tun, als ob man ihn hasst oder ein ganzes Jahr lang sehnsüchtig auf diesen einen Tag warten. Eins jedoch ist klar: Über Geschenke freut sich jeder. Doch aufgepasst: Im Geschenke-Dschungel kann man sich schnell verlieren. Ein Plädoyer für mehr Unternehmungen am Valentinstag:

Beziehungen sind wie Blumen: Sie brauchen Pflege.

Gemeinsame Erfahrungen stärken das Wir-Gefühl in einer Partnerschaft, steigern das Zusammengehörigkeitsgefühl und erzeugen den Wunsch, noch mehr Zeit mit dem oder der Liebsten verbringen zu wollen.

“Wenn wir mit unserem Partner tolle Sachen erleben, schweißt uns das zusammen, unsere neuronale Verbindung kommt in den Gleichgang. Die positiven Erfahrungen verbinden wir automatisch mit unserem Partner. Wenn wir mit unserem Partner klettern gehen oder ein Bild malen, sind wir im Flow. Und da wirkt unser Partner wie ein Trigger, er wird zur Summe der schönen Erlebnisse”, sagt Paartherapeutin Vera Matt.

Blumen, Pralinen, Kitsch: Wir müssen gähnen!

Es mag verlockend klingen, seinen Lieblingsmenschen mit Pralinen, Blumen oder einer kitschigen Tasse zu beschenken: Die Ware ist schnell gekauft, kann verschenkt werden und im besten Fall, freut sich der Partner (oder tut zumindest so) und gut ist.

Doch wünschen sich rund 42% der Deutschen mehr Unternehmungen mit ihrem Lieblingsmenschen. Und geht es am Valentinstag eigentlich nicht darum, dem Partner zu zeigen: Du bist mir wichtig! Signalisieren wir das tatsächlich über die Dinge, die wir kaufen? Oder gibt es nicht etwas viel Wertvolleres, was wir verschenken können wie Zeit. Schließlich investieren wir nicht Zeit in jeden, sondern nur in den ganz besonderen Menschen in unserem Leben.

Eingeschlafene Beziehung? Auf ins Abenteuer.

“Menschen haben verschiedene emotionale Bedürfnisse wie z.B. das nach Sicherheit. Sie müssen wissen, wohin sie gehören. Gleichzeitig brauchen sie aber auch Abenteuer, Wachstum und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln – quasi Unsicherheit. Beide Komponenten sind in einer Beziehung sehr wichtig. Wenn wir jemanden neu kennenlernen, begeben wir uns in die Unsicherheit. Alles ist neu und aufregend, wir haben Schmetterlinge im Bauch. In längeren Beziehungen geht dieses Gefühl irgendwann verloren. Deshalb ist es wichtig, Dinge zu unternehmen, die uns unbekannt sind. Wir verlassen unsere Komfortzone und begeben uns in Unsicherheit. So kommen auch schneller die Schmetterlinge zurück”, rät Paartherapeutin Daniela Bernhardt.

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Erlebnisse bleiben in Erinnerung

Etwas gemeinsam zu unternehmen, schafft Erinnerungen. Und in denen schwelgen wir unser Leben lang: All die Gefühle und Erfahrungen, die mit diesem Erlebnis verknüpft sind, gehören euch.

“Erlebnisse machen uns zu dem, was wir sind”, resümiert der Psychologe Travis Carter von der Universität Chicago. Keiner kann sie euch nehmen. Gemeinsam Spaß zu haben, zu lachen, ist Balsam für eure Beziehung. Netter Nebeneffekt: Ihr seid unwiderstehlich für euren Lieblingsmenschen.

Nieder mit der Routine

Eure Beziehung sollte sich nicht anfühlen wie eine Routine, wo jeder Valentinstag dem anderen gleicht. Jedes Jahr ein Tisch beim Lieblingsitaliener um die Ecke? Immer wieder Pizza und Pasta? Zeit, alte Strukturen aufzubrechen und neue Erfahrungen zu machen! Euer Leben als Paar sollte unvorhersehbar sein.

“Einer der größten Feinde des Glücks ist die Gewohnheit”, sagt Dr. Thomas Gilovich von der Cornell University. Und nein, ihr müsst auch nicht den Tag der Liebe nur zu zweit verbringen. Es gibt viele tolle Menschen da draußen. Also verdammt nochmal: Seid sozial!

Vorfreude muss nicht immer schön sein

Ja, richtig gelesen! In einer Studie haben die US-Psychologen Kumar, Kilingsworth und Gilovich herausgefunden, dass es unterschiedliche Arten von Vorfreude gibt.

Doch wann ist Vorfreude tatsächlich schön und wann empfinden wir sie als nervig? Das kommt ganz drauf an, ob wir ein Produkt oder ein Erlebnis kaufen, behaupten die US-Psychologen. Erlebniskäufen fiebern wir mit echter Vorfreude entgegen, bei Produktkäufen hingegen wird unsere Vorfreude durch Ungeduld getrübt.

Womit das zusammenhängt? “Die Gedanken an ein Erlebnis sind meist abstrakter”, sagt Kumar, “und deshalb auch befriedigender”. Bei Produkten wissen wir ganz genau, was uns erwartet. Erlebnisse malen wir uns aus. Selten wissen wir, was uns tatsächlich erwartet und das macht das Ganze erst so richtig spannend!

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